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Gedenken an die Novemberpogrome von 1938

IMGP3530 Medium 09.11.2014: Wie in jedem Jahr wurde in der Pausenhalle die Gedenkinstallation zu den Novemberpogromen von 1938 aufgebaut.

 

1938: Novemberpogrom

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 organisierten SA-Truppen und Angehörige der SS gewalttätige Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung. Zuvor hatte Propagandaminister Joseph Goebbels in einer Rede betont, Ausschreitungen gegen Juden seien "von der Partei weder vorzubereiten noch zu organisieren". Allerdings sei ihnen "soweit sie spontan entstünden auch nicht entgegenzutreten".

Die bei dieser Rede anwesende NS-Führung verständigte noch am selben Abend ihre Gauleitungen. Die Staatspolizei solle Plünderungen verhindern, aber sonst nicht eingreifen. Brände sollen nur gelöscht werden, um umliegende Gebäude zu schützen. Gleichzeitig wurde befohlen, in allen Bezirken so viele Juden wie möglich festzunehmen. Mindestens 8.000 jüdische Geschäfte wurden zerstört, 1.200 Synagogen niedergebrannt sowie zahllose Wohnungen verwüstet. Etwa100 Juden wurden erschlagen, niedergestochen oder zu Tode geprügelt. In den Tagen darauf wurden im ganzen deutschen Reich etwa 30.000 jüdische Männer verhaftet und in die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen verschleppt.

Die antisemitischen Ausschreitungen waren von der nationalsozialistischen Führung organisiert.Sie trieb die Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Bürger seit der "Machtergreifung" Hitlers 1933 systematisch voran. Die Übergriffe am 9. November 1938 gingen als "Reichspogromnacht" in die Geschichte ein. Sie war ein Wendepunkt in der Geschichte der Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland, obwohl auch davor schon Synagogen in Brand gesetzt worden waren. Die erste systematische reichsweite Aktion gegen die jüdische Bevölkerung war der Boykott jüdischer Geschäfte im April 1933. Mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 wurde antisemitischen Überzeugungen auch gesetzlicher Rückhalt verschafft. In den Tagen und Monaten nach den Pogromen wurde eine neue Welle von Gesetzen verabschiedet, die die Rechte der jüdischen Bevölkerung noch weiter einschränkten.

 

Quelle: http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/172172/der-9-november