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Ludgerus-Schule Vechta verabschiedet Anne Heemann-Singe und Dr. Gabriele Lachner

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Zum Foto (von links): Uwe Kathmann (Vor-stand der Schulstiftung St. Benedikt), René Partmann (Konrektor), Dr. Gabriele Lachner, Anne Heemann-Singe, Clemens Feldhaus (Oberschulrektor) Foto: Herbert Nerkamp

 

 

Am letzten Schultag im Schuljahr 2019/20 begrüßte Schulleiter Clemens Feldhaus zur Verabschiedung von Anne Heemann-Singe und Gabriele Lachner Herrn Uwe Kathmann von der Schulstiftung St. Benedikt, das aktuelle Kollegium sowie Mitarbeiter*innen der Schule, einige Ehemalige und die Ehepartner der beiden Kolleginnen, Prof. Dr. Raimund Lachner und Prof. Dr. Georg Singe, sowie Jonas Singe als Sohn.

In seiner Ansprache würdigte Feldhaus zunächst die Kollegin Heemann-Singe als eine Pädagogin, die immer im Fluss des Lebens geblieben sei. Geboren am 14.05.1957 als Anne Heemann in Aachen, machte Frau Heemann ihr Abitur 1977 am Privaten St.-Ursula-Gymnasium in Aachen. Es folgte das Studium der Fächer Englisch und Katholische Religion für das Lehramt an den Sekundarstufen I und II von 1977 bis 1984 an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn, inklusive eines halbjährigen Stipendiums an einer britischen Hochschule von Oktober 1979 bis März 1980. Am 24.09.1984 legte sie das Erste Staatsexamen ab.

Von Oktober 1984 bis Juni 1985 agierte Frau Heemann als Fremdsprachenassistentin an der Oakwood High School in Manchester (GB), um anschließend vom 15.06.1985 bis April 1987 und von November 1987 bis Januar 1988 ihr Referendariat am Studienseminar Mönchengladbach zu absolvieren und mit dem Zweiten Staatsexamen abzuschließen. Am 30.10.1986 heiratete sie Georg Singe standesamtlich, die kirchliche Trauung folgte am 10.01.1987. Die beiden bekamen zwei Kinder, Jonas und Johanna.

Freiberufliche Tätigkeiten als Dozentin für Englisch bei der VHS Mönchengladbach sowie als Übersetzerin beim Rowohlt-Verlag von 1987 – 1989 und die Beschäftigung vom 01.02.1989 bis 30.06.2000 in der Diakonie Freistatt als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit sowie ein berufsbegleitendes Fernstudium zur Öffentlichkeitsarbeit beim Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik e. V. in Frankfurt/M. (1992 – 1994) lagen vor ihrer „Schulzeit“.

Nach ihrer ersten Schulstelle an der Gesamtschule Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke (03 – 06/2000) trat Frau Heemann-Singe am 01.08.2000 ihren Dienst an der Ludgerus-Schule Vechta als Angestellte im Kirchendienst mit 14 Wochenstunden an, um fortan Unterricht in ihren Fächern Englisch und Religion zu erteilen. Die Entfristung erfolgte bereits ein Jahr später, die Verbeamtung am 01.08.2002 und die Lebenszeitverbeamtung am 01.09.2003; das ging alles fließend.

In den Folgejahren arbeitete Frau Heemann-Singe bis heute zumeist in Teilzeit und bildete sich fort; neben den fachlichen Fortbildungen waren es oft auch solche in zahlreichen sozialen Feldern: Kooperatives Lernen (Green), Gewalt- und Mobbingprävention, Konstruktive Konfliktbearbeitung, Trainingsraumkonzept. Folgerichtig absolvierte sie von 2005 bis 2007 die Ausbildung zur Beratungslehrerin; das Zertifikat datiert vom 22.03.2007. Auch die Fachkonferenzleitung für Englisch hatte sie viele Jahre inne, und zwar im Team mit einer Kollegin. In den letzten Jahren war sie auch noch als Mitglied der Mitarbeitervertretung für die Kolleg*innen engagiert.

Dr. Gabriele Lachner wirkte an der Ludgerus-Schule Vechta als Schulseelsorgerin; sie brachte sich in alle Fragen der Fachschaft Religion ein, setzte die schulseelsorgerischen Fixpunkte für jedes Schuljahr und stand nicht nur für Gespräche mit Kolleg*innen und Schüler*innen zur Verfügung, sondern auch stets als eine gute Zuhörerin und auch Ratgeberin für die Schulleitung. Dafür sprach Feldhaus ihr einen persönlichen Dank aus.

Mit Leidenschaft und Herzblut habe Frau Dr. Lachner als Seelsorgerin gewirkt und viele gute Sachen bewirkt. „Es ist dir gelungen, die Liebe Gottes in unserer Schule sichtbar werden zu lassen! Das ist besonders in heutiger Zeit eine starke Leistung, für die wir dir alle sehr dankbar sind“, meinte Feldhaus.

Frau Lachner ist in München geboren und schloss ihre Schulbildung am dortigen Luisengymnasium mit dem Abitur ab. Sie studierte von 1981 bis 1986 Diplom-Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und arbeitete anschließenden einJahr in einer Pfarrgemeinde. 1990 folgte die Promotion zum Dr. theol.. 

Nach der Promotion arbeitete sie an der TU München in der Hochschulseelsorge, vor allem für angehende Berufsschullehrkräfte, zeitgleich gab sie auch Religionsunterricht an einer Berufsschule. Sie schloss die Ausbildung zur Pastoralreferentin ab und wechselte 1999 in die Krankenhausseelsorge in einem Krankenhaus in München.

Mit ihrem Ehemann zog sie nach Vechta und übernahm dort 2001 u.a. mit einer halben Stelle die Aufgabe einer Schulseelsorgerin an der Ludgerus-Schule Vechta. Sie war damit die erste Schulseelsorgerin im Landkreis Vechta! Die Herausforderung nahm sie an und erarbeitete sich nach und nach vielfältige Aufgabenfelder: Religionsunterricht, Konfliktlotsenprojekt,Gewaltprävention, Patenprojekt, Gottesdienste, Theater-AG, Streitschlichter, Betreuung von Lehramtspraktikanten, Fantasiereisen, Compassion, Osterfrühstück u.v.m.. Ab 2013 arbeitete Frau Lachner als Schulseelsorgerin zu gleichen Teilen in der Ludgerus-Schule und der Geschwister-Scholl-Oberschule. Ihr Arbeitsauftrag als Beauftragte für Ökumene und seit 2017 auch für den interreligiösen Dialog im Offizialatsbezirk Oldenburg wurde umfangreicher.

Bei all ihren Tätigkeiten nahm Gabriele Lachner immer die jeweils beteiligten Menschen in den Blick. „Sie steht bis heute für den Dialog um einen guten Weg, egal in welcher Angelegenheit. Ökumene, der Austausch zwischen den Religionen und Glaubensgemeinschaften, das gewinnbringende Gespräch der Menschen sind für sie stets wichtig geblieben“, fasste Feldhaus zusammen.  

Feldhaus sprach beiden Kolleginnen einen herzlichen Dank und höchste Anerkennung aus für ihr Wirken und ihre Leistungen an der Ludgerus-Schule Vechta. Herr Kathmann überreichte die Entlassungsurkunde und wünschte einen aktiven Ruhestand vom Schuldienst.

Gabriele Lachner geht nicht komplett in den Ruhestand, sondern arbeitet mit einer halben Stelle weiterhin als Beauftragte für Ökumene und für den interreligiösen Dialog im Offizialatsbezirk.

Die Mitarbeitervertretung und die Kolleg*innen vom Tisch beleuchteten in sehr wertschätzender Weise noch einmal die verschiedenen Wirkungsfelder der beiden Kolleginnen.

Im Zwiegespräch ließen Frau Lachner und Frau Heemann-Singe ihre Laufbahn Revue passieren und sprachen allen ihren Dank für die gute Zusammenarbeit und das kollegiale Miteinander aus.

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