Klasse R10b nimmt am Sozialpreis 2011 des Präventionsrates der Stadt Vechta teil

„Flippig und faul trifft schwerhörig und senil“, so titelte die OV am 25.01.2011 und berichtete damit über das Sozialprojekt, welches die Klasse 10Rb durchführte

25. Januar 2012


2gether füreinander da sein“, so stellte unsere Klassenlehrerin uns das Thema des Sozialpreises 2011 vor. „Und habt ihr Lust und Ideen?“

Ideen sprudelten hervor: Plätzchen backen, verkaufen und spenden, Weihnachtsbasar, Altkleidersammeln…Nein, alles sozial, aber kann man nicht direkt „an“ den Menschen?

Wir überlegten, welche sozialen Einrichtungen es vor Ort gibt. Schnell kamen wir auf Altenpflegeheime. „Vielleicht sind dort ältere Menschen, ja auch gerade in der Adventszeit, alleine?!“ Eine Vermutung…

Nach einiger Recherche fanden wir als Partner das Aphasiezentrum in Langförden. Hier sollte ein „Besuchsdienst“ eingerichtet werden. „ Mensch, da können wir doch mitmachen!“ „Ich weiß nicht, so ganz alleine einen Nachmittag mit einem älteren Menschen verbringen, den ich so gar nicht kenne?“

„Die freuen sich bestimmt!“ „Die sind zu alt für uns und wir zu jung für die.“ „Ich trau mir das nicht zu“…

Bei all den Unsicherheiten und Fragen entschlossen wir uns, ein umfassendes Projekt daraus zu machen. In Frau Gubine van Lier fanden wir eine tolle Ansprechpartnerin, die mit uns zunächst über Alterstheorien, -klischees sowie Würde und Respekt sprach. Für den „ Besuchsdienst“ fanden sich 9 Schüler und Schülerinnen. Alle waren der Meinung, dass dieses Amt freiwillig übernommen werden musste. Die Neun bekamen einen Nachmittag eine Einführung und besuchten dann regelmäßig in der Adventszeit die Bewohner, spielten, redeten mit ihnen oder gingen spazieren. Zwei Schülerinnen führen diesen Besuchsdienst nun auch im neuen Jahr weiter. Da aber die gesamte Klasse ihren Beitrag zum Projekt leisten wollte, wurde auch noch ein Kaffeenachmittag am 24.01.2012 organisiert. Selbst gebackener Kuchen, Bingo, Gesang und nette Unterhaltungen standen hier auf dem Programm. Um Berührungsängste abzubauen, wird im Februar noch eine Besichtigung, der Einrichtung stattfinden. Hierbei sollen auch verschiedene soziale Berufe vorgestellt werden. Und wer weiß, vielleicht finden ja noch einige Schüler oder Schülerinnen, dass „2gether füreinander“  als Motto auch für den Lebens/Berufsweg gelten kann