"Wir Lehrer sind nicht der Feind der Kinder"
oder:
...was Lehrer von Eltern erwarten...

Auszüge aus der Januarausgabe 2006 von Reader´s Digest

Januar 2006

 

 

 

Im Auftrag von Reader´s Digest hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid Lehrer zum Thema "Was Lehrer von Eltern erwarten" befragt. Die wichtigsten Erwartungen von Lehrern an Eltern, die von Frau Doris Kochanek in der Januarausgabe von Reader´s Digest aufgezeichnet wurden, möchte ich hier in verkürzter Fassung zusammentragen.

Ich hoffe, dass einige Aussagen zum Denken anregen und sich die Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Schülern verbessert.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Varelmann, Lehrer der Ludgerus-Schule Vechta                                                  email: info@matthias-varelmann.de

 
  • 58% der Lehrer würden den Eltern gerne sagen:
    "Ich glaube, Sie nehmen sich zu wenig Zeit für Ihr Kind."
     

    Tipp:
    Machen Sie gemeinsame Mahlzeiten zur Regel. Um Zeit für die Kinder zu haben, sollten Sie ruhig auch einmal auf Ihre Freizeit verzichten.
     
  • 49% der Lehrer würden den Eltern gerne sagen:
    "Ich schätze Ihre Hausaufgaben, aber ich möchte, dass Sie Ihr Kind unterstützen, Sie selbst zu machen"
     
    Tipp:
    Bieten Sie Ihrem Kind an, Vokabeln abzufragen oder eine Aufgabe durchzusehen. Schlagen Sie gemeinsam  etwas nach. Ermuntern Sie es, im Unterricht nachzufragen, wenn es etwas nicht verstanden hat.
     
  • 45% der Lehrer würden den Eltern gerne sagen:
    "Ich glaube, Sie wissen gar nicht, was für ein wunderbares Kind Sie haben."
     
    Tipp:
    Loben Sie Ihr Kind, wenn es etwas gut gemacht hat oder sich besonders angestrengt hat. Liebevolle Zuwendung stärkt ein Selbstwertgefühl. Wenn es einen Vorfall in der Schule mit Ihnen besprechen möchte, vertrösten Sie es nicht. Es geht nicht darum, sofort gute Ratschläge zu geben. Hören Sie Ihrem Kind erst einmal gut zu.
     
  • 44% der Lehrer würden den Eltern gerne sagen:
    "Ihre Erwartungen an Ihr Kind sind viel zu hoch."
     

    Tipp:
    Schimpfen Sie nicht nach schlechten Leistungen. Sagen und zeigen Sie Ihrem Kind, dass Ihre Liebe zu ihm nicht an seinen Schulnoten hängt.
     
  • 31% der Lehrer würden den Eltern gerne sagen:
    "Schimpfen Sie nicht mit mir, wenn Ihr Kind etwas nicht gut macht - motivieren Sie Ihr Kind lieber, in der Schule gut mitzumachen."
     

    Tipp:
    Warten Sie nicht bis Probleme auftauchen. Elternabende, Sprechtage und Schulfeste geben Ihnen Gelegenheit, die Lehrer Ihres Kindes kennen und einschätzen zu lernen.
     

Den gesamten Artikel finden Sie auch im Internet unter: www.readersdigest.de             

Und hier noch ein paar offene Worte von Lehrern aus der Emnid - Umfrage:

  • Wir Lehrer sind nicht der Feind der Schüler. Es ist dumm von Ihnen, gegen die Schule zu arbeiten.
  • Übertragen Sie nicht Ihre eigenen Wünsche auf Ihr Kind. Lassen Sie ihm Luft und Freiraum.
  • Stehen Sie morgens mit Ihrem Kind auf, und frühstücken Sie mit ihm.
  • Unternehmen Sie doch einmal etwas mit Ihrem Kind. Spielen Sie mit ihm, gehen sie zusammen wandern, oder machen Sie eine Fahrradtour.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind nicht so viel Zeit vor dem Fernsehgerät und Computer verbringt und stattdessen mehr an die frische Luft geht.
  • Kinder brauchen Liebe und Zuwendung. Vor allem die ihrer Eltern